Die Deutschen werden immer älter, aber auch immer kränker. Was ist zu tun?
In den kommenden zehn bis 15 Jahren gehen die zahlenmäßig stärksten Jahrgänge in den Ruhestand, darunter auch 30 Prozent des Gesundheitsfachpersonals. Das bringe das deutsche Gesundheitssystem zusätzlich unter Druck, wenn nicht rasch umgesteuert wird, meint der Wissenschaftsrat. Er dringt darauf, Gesundheit und nicht Krankheit und Reparatur in den Mittelpunkt zu stellen. Trotz des breiten Wissens über Prävention gelinge sie bisher kaum. „Man weiß, was zu tun ist; man muss es nur endlich auch tun“, sagt der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, der Heidelberger Neurologe Wolfgang Wick. Eine starke Prävention und Gesundheitsförderung seien keine netten Beigaben, „sie sind systemrelevant – für die Sicherung unserer Gesundheits- und Sozialsysteme, aber auch für unsere Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Trotz des teuren Gesundheitswesens In Deutschland werden Menschen zwar immer älter, aber auch kränker. Bei der Lebenserwartung hinkt Deutschl...