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Wie 220 Millionen Senioren Fitness zum Mega-Markt in China machen

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China altert schneller als jede andere große Volkswirtschaft. Ende 2024 lebten dort bereits 220 Millionen Menschen im Alter von 65 Jahren und älter – das sind 15,6 Prozent der Bevölkerung. Bis 2050 soll dieser Anteil auf 30 Prozent steigen. Die Dimension ist gewaltig. Und der Staat hat entschieden: Alter ist kein Kostenfaktor, sondern ein Wirtschaftssektor. Rund 220 Millionen Menschen im Rentenalter treiben heute die sogenannte Silver Economy in China voran. Fitness, Pflege, Finanzprodukte und neue Dienstleistungen wachsen zu einem strategisch geförderten Markt. Das Ziel ist klar: mehr Angebote für Senioren, bessere Pflege, mehr Gesundheitsdienste und neue Geschäftsmodelle rund ums Alter. Fitness wird Teil der nationalen Altersstrategie Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist Bewegung. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua soll der Markt für Senioren-Sport und –Fitness bis 2030 ein Volumen von umgerechnet rund 115 Milliarden Euro erreichen. Grundlage is...

Warum Sport Frauen anders belastet

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  Frauen sind im Leistungssport anderen Belastungen ausgesetzt als Männer. Kaum an den weiblichen Körper angepasste Trainingskonzepte gefährden langfristig ihre Gesundheit. Sportlerinnen, die das öffentlich ansprechen, ernten jedoch oft nur Kritik dafür. So eine Ausrede habe ich ja noch nie gehört.“ „Jammern.“ „Das ist ja lächerlich.“ So lauteten einige Reaktionen, als die italienische Biathletin Dorothea Wierer nach Olympia im Interview erklärt hat, dass sie während ihrer Periode nicht ihre volle Leistung bringen konnte. Doch das ist nur einer von vielen Unterschieden, die speziell Frauen im Sport betreffen. Auch zu wenig Energie für den Körper, hormonelle Störungen und ein etwas höheres Risiko für Verletzungen zählen dazu, erklärt der Gynäkologe und Endokrinologe  Johannes Ott , von der Medizinischen Universität Wien. Unangepasste Methoden Viele Trainingspläne wurden ursprünglich auf Basis männlicher Daten entwickelt. Trainingskonzepte, die von diesen Bedingungen aus...

Ernährung schlägt Gene - aber Frauen müssen anderes essen als Männer

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  Große Studie mit 103.649 Menschen zeigt: Mit der richtigen Ernährung leben Männer bis zu 3 Jahre länger – Frauen profitieren anders. Jeder wünscht sich ein langes, gesundes Leben. Doch wie stark hängt die eigene Lebenserwartung wirklich von der Ernährung ab? Eine große Auswertung aus Großbritannien liefert darauf eine erstaunlich klare Antwort: Wer sich konsequent gesund ernährt, kann statistisch zwei bis drei Jahre länger leben. Und noch spannender: Männer und Frauen profitieren nicht von exakt denselben Lebensmitteln. Die Daten stammen aus der UK Biobank und wurden im Fachjournal  Science Advances  veröffentlicht. 103.649 Frauen und Männer nahmen teil, ihr Durchschnittsalter lag bei 58,3 Jahren. Über im Schnitt 10,6 Jahre hinweg wurden ihre Gesundheitsdaten beobachtet. In dieser Zeit starben 4.314 Personen. Die Forscher berechneten, wie sich verschiedene Ernährungsweisen auf das Sterberisiko und die Lebenserwartung auswirkten. Höhere Lebenserwartung mit gesunder...

Was ist Velocity Based Training (VBT) – Vorteile für Athleten und Senioren

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  Am letzten Donnerstag war ich beim Milon World Kongress in Augsburg. Dort stellte die Firma Milon aus Emsacker eine Weltneuheit vor. Nämlich 2 Geräte der neuen Milon VBT Serie. VBT steht dabei für Velocity Based Training. Velocity Based Training revolutioniert das moderne Krafttraining durch präzise Messung der Bewegungsgeschwindigkeit. Diese innovative Methode bietet sowohl Hochleistungssportlern als auch älteren Menschen wissenschaftlich fundierte Vorteile für Kraft, Leistung und Gesundheit. Velocity Based Training: Das Prinzip Velocity Based Training (VBT) ist ein modernes Konzept im Krafttraining, das die Bewegungsgeschwindigkeit von Hantelstangen oder dem eigenen Körper während einer Übung präzise in Metern pro Sekunde (m/s) misst. Dies geschieht typischerweise mithilfe fortschrittlicher Sensortechnologien wie  linearen Positionstransducern  (oft an der Hantel befestigt, die die vertikale Bewegung direkt messen) oder  Beschleunigungssensoren  (häufig trag...

Die Deutschen werden immer älter, aber auch immer kränker. Was ist zu tun?

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  In den kommenden zehn bis 15 Jahren gehen die zahlenmäßig stärksten Jahrgänge in den Ruhestand, darunter auch 30 Prozent des Gesundheitsfachpersonals. Das bringe das deutsche Gesundheitssystem zusätzlich unter Druck, wenn nicht rasch umgesteuert wird, meint der Wissenschaftsrat. Er dringt darauf, Gesundheit und nicht Krankheit und Reparatur in den Mittelpunkt zu stellen. Trotz des breiten Wissens über Prävention gelinge sie bisher kaum. „Man weiß, was zu tun ist; man muss es nur endlich auch tun“, sagt der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, der Heidelberger Neurologe Wolfgang Wick. Eine starke Prävention und Gesundheitsförderung seien keine netten Beigaben, „sie sind systemrelevant – für die Sicherung unserer Gesundheits- und Sozialsysteme, aber auch für unsere Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Trotz des teuren Gesundheitswesens In Deutschland werden Menschen zwar immer älter, aber auch kränker. Bei der Lebenserwartung hinkt Deutschl...

Adipositas erhöht Risiko für schwere Infektionen drastisch!

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Menschen mit starkem Übergewicht haben ein drastisch erhöhtes Risiko, bei Infektionen einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod zu erleiden. Das geht aus einer Analyse der Gesundheitsdaten von mehr als 540.000 Patienten in Großbritannien und Finnland hervor. Während leichtes Übergewicht das Risiko nur wenig steigen lässt, liegt es bei Menschen mit Adipositas der Kategorie 3 rund dreimal so hoch wie bei Normalgewichtigen. Die Studie einer Gruppe um Mika Kivimäki vom University College London (Großbritannien) und Solja Nyberg von der University of Helsinki (Finnland) ist im Fachjournal «The Lancet» erschienen. Ausgangspunkt für die Studie waren Beobachtungen vor einigen Jahren: «Studien während der Covid-19-Pandemie zeigten, dass übergewichtige Personen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf einer Sars-Cov-2-Infektion hatten, was sich in vermehrten Krankenhausaufenthalten und einer höheren Sterblichkeit widerspiegelte», schreibt das Team. Allerdings sei nicht klar gewesen...

Eine Pandemie ohne Virus

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  Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Krebs fordern in großen Teilen der Welt die meisten Todesopfer. Die »Erreger« dieser Krankheiten? Es sind keine Viren, sondern Bewegungsmangel, ungesunde Gewohnheiten und vor allem falsche Ernährung. Modifizierbare Risikofaktoren sind heute in Deutschland für 50 Prozent aller Todesfälle verantwortlich«, sagte Professor Dr. Martin Smollich vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming. Diese Risikofaktoren sind: ungünstige Ernährung, Bewegungsmangel und insgesamt eine gesundheitsschädliche Lebensweise. Sie würden zu Unrecht teilweise noch immer als »nice to have« angesehen und nicht als das, was sie sind: zentraler Bestandteil einer präventiv ausgerichteten Medizin und Pharmazie. Der Lebensstil trage entscheidend zu den Volkskrankheiten unserer Zeit bei. So seien etwa Adipositas und Typ-2-Diabetes zu 90 Prozent lebensstilbedingt, chronische Atemwegserkrankunge...