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Die Deutschen werden immer älter, aber auch immer kränker. Was ist zu tun?

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  In den kommenden zehn bis 15 Jahren gehen die zahlenmäßig stärksten Jahrgänge in den Ruhestand, darunter auch 30 Prozent des Gesundheitsfachpersonals. Das bringe das deutsche Gesundheitssystem zusätzlich unter Druck, wenn nicht rasch umgesteuert wird, meint der Wissenschaftsrat. Er dringt darauf, Gesundheit und nicht Krankheit und Reparatur in den Mittelpunkt zu stellen. Trotz des breiten Wissens über Prävention gelinge sie bisher kaum. „Man weiß, was zu tun ist; man muss es nur endlich auch tun“, sagt der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, der Heidelberger Neurologe Wolfgang Wick. Eine starke Prävention und Gesundheitsförderung seien keine netten Beigaben, „sie sind systemrelevant – für die Sicherung unserer Gesundheits- und Sozialsysteme, aber auch für unsere Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Trotz des teuren Gesundheitswesens In Deutschland werden Menschen zwar immer älter, aber auch kränker. Bei der Lebenserwartung hinkt Deutschl...

Adipositas erhöht Risiko für schwere Infektionen drastisch!

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Menschen mit starkem Übergewicht haben ein drastisch erhöhtes Risiko, bei Infektionen einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod zu erleiden. Das geht aus einer Analyse der Gesundheitsdaten von mehr als 540.000 Patienten in Großbritannien und Finnland hervor. Während leichtes Übergewicht das Risiko nur wenig steigen lässt, liegt es bei Menschen mit Adipositas der Kategorie 3 rund dreimal so hoch wie bei Normalgewichtigen. Die Studie einer Gruppe um Mika Kivimäki vom University College London (Großbritannien) und Solja Nyberg von der University of Helsinki (Finnland) ist im Fachjournal «The Lancet» erschienen. Ausgangspunkt für die Studie waren Beobachtungen vor einigen Jahren: «Studien während der Covid-19-Pandemie zeigten, dass übergewichtige Personen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf einer Sars-Cov-2-Infektion hatten, was sich in vermehrten Krankenhausaufenthalten und einer höheren Sterblichkeit widerspiegelte», schreibt das Team. Allerdings sei nicht klar gewesen...

Eine Pandemie ohne Virus

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  Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Krebs fordern in großen Teilen der Welt die meisten Todesopfer. Die »Erreger« dieser Krankheiten? Es sind keine Viren, sondern Bewegungsmangel, ungesunde Gewohnheiten und vor allem falsche Ernährung. Modifizierbare Risikofaktoren sind heute in Deutschland für 50 Prozent aller Todesfälle verantwortlich«, sagte Professor Dr. Martin Smollich vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming. Diese Risikofaktoren sind: ungünstige Ernährung, Bewegungsmangel und insgesamt eine gesundheitsschädliche Lebensweise. Sie würden zu Unrecht teilweise noch immer als »nice to have« angesehen und nicht als das, was sie sind: zentraler Bestandteil einer präventiv ausgerichteten Medizin und Pharmazie. Der Lebensstil trage entscheidend zu den Volkskrankheiten unserer Zeit bei. So seien etwa Adipositas und Typ-2-Diabetes zu 90 Prozent lebensstilbedingt, chronische Atemwegserkrankunge...

Warum die Kniebeuge für Frauen beim Beinkrafttraining nicht reicht!

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  Nur Squats und Bulgarian Split für Beine und Po? Das kann für Frauen gefährlich werden. Studie zeigt: Frauen aktivieren dabei eine wichtige Muskelgruppe kaum. So trainieren Sie sicher und effektiv. Die Kniebeuge gilt als das ultimative Workout für Beine und Po. Doch die Forschung zeigt: Frauen haben bei dieser Übung einen „blinden Fleck“. Während die Vorderseite wächst, bleibt ein entscheidender Schutzmuskel für das Knie oft inaktiv. Wir erklären, warum Frauen anders „squaten“ als Männer – und welche eine Übung in Ihrem Plan ab sofort Pflicht ist. Die Kniebeuge ist für Frauen wichtig, aber nicht alles Wenn es um Beintraining geht, führt kein Weg an ihr vorbei: Die Kniebeuge (Squat) wird als „Königin der Übungen“ gefeiert. Sie gilt als das Komplettpaket für einen straffen Po, kräftige Oberschenkel und einen stabilen Rumpf. Gerade in den sozialen Medien wird suggeriert: „Wer einen tollen Körper will, muss nur schwer beugen.“ Doch für Frauen könnte dieser Ratschlag unvollstä...

Welche Sportarten das vorzeitige Sterberisiko besonders stark senken!

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  Nicht nur wie viel, sondern auch wie wir uns bewegen, ist allem Anschein nach entscheidend für ein langes Leben. Wer regelmäßig verschiedene Formen körperlicher Aktivität kombiniert, hat ein geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben, als Menschen, die sich zwar viel, aber einseitig bewegen. Darauf deutet eine große Beobachtungsstudie hin, die dieser Tage im Fachjournal BMJ Medicine veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse legen zudem nahe, dass mehr Bewegung nicht unbegrenzt mehr Nutzen bringt – ab einem bestimmten Punkt flacht der Effekt ab. Die neue Untersuchung unter der Leitung des Ernährungswissenschaftlers Yang Hu (Harvard T H Chan School of Public Health) stützt sich auf Daten zweier bekannter und angesehener Langzeitstudien aus den USA: der Nurses’ Health Study mit mehr als 120.000 teilnehmenden Frauen sowie der Health Professionals Follow-up Study mit über 50.000 Männern – beide Gruppen bestehen aus Personen, die in Gesundheitsberufen tätig sind. Mehr als 30 Jahre an Daten Üb...

Glucomannan: Der natürliche Appetitzügler

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  Ein wissenschaftlich fundierter Überblick über den wasserlöslichen Ballaststoff aus der Konjakpflanze, seine physiologischen Mechanismen und praktische Anwendung zur Gewichtsreduktion. Was ist Glucomannan? Herkunft und chemische Eigenschaften Glucomannan ist ein  wasserlöslicher Ballaststoff , gewonnen aus der Knolle der asiatischen Konjakpflanze ( Amorphophallus konjac ), auch Teufelszunge genannt. Diese tropische bis subtropische Pflanze gedeiht bevorzugt in den Bergregionen Ost- und Südostasiens, insbesondere in China, Japan, Korea und Indonesien. Sie ist bekannt für ihre imposante, einzelne Blüte und die unterirdisch wachsende Knolle, die den wertvollen Ballaststoff speichert. Diese bemerkenswerte Substanz wird seit über 1500 Jahren in der asiatischen Küche und traditionellen Medizin, wo sie zur Behandlung von Husten, Verbrennungen und Hauterkrankungen eingesetzt wurde, verwendet. In den letzten Jahrzehnten hat sie auch in Europa an Bedeutung gewonnen. Chemisch besteht G...

Laufen bei kalten Temperaturen - das ist zu beachten !

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Bei Hitze schlägt das Herz schneller, aber wie ist es bei kühlen Temperaturen? So wirkt sich Frost auf deine Herzfrequenz aus. Während sich deine Lieblingslaufeinheit im Sommer locker-fluffig anfühlt, erscheint sie dir im Winter selbst bei besten Bedingungen zäh wie Kaugummi? Das kommt nicht von ungefähr. Denn unabhängig von Faktoren wie rutschigem Untergrund, geringem Tageslicht und warmer Kleidung muss dein Körper mehr Energie für die Thermoregulation aufwenden. Das bedeutet aber nicht, dass die Herzfrequenz bei Kälte immer steigt – im Gegenteil, oft ist sie sogar niedriger als bei Wärme. Das sind die wissenschaftlichen Hintergründe. Warum Kälte den Puls beeinflussen kann Die Außentemperatur wirkt sich unmittelbar auf den Körper aus, ob in Ruhe oder beim Sport: Sie bestimmt, wie viel Wärme der Organismus abgibt oder absorbiert. Durch Thermoregulation bleibt die Körperkerntemperatur trotzdem stabil bei ca. 37 °C. Durch Schwitzen, Zittern und andere Maßnahmen erfolgt eine Anpassu...