Mehrere Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen haben mehrere 100 Millionen Euro an Beitragszahlungen bei riskanten Investments verzockt
Der Skandal um verspekulierte Beitragsgelder bei Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen nimmt dramatisch größere Ausmaße an. Bislang war bekannt, dass drei Kassen sowie drei Kassenärztliche Vereinigungen investiert hatten und einige von ihnen gegen die beteiligten Banken und Fondsanbieter klagen, weil sie sich „vorsätzlich getäuscht“ fühlen. Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR zeigen nun jedoch: Der Skandal ist offenbar deutlich umfangreicher als bisher angenommen. Demnach legten 28 Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen über ein spezielles Finanzprodukt mehr als 500 Millionen Euro an Beitragsgeldern in zwei Immobilienfonds an. Als die Fonds später in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerieten, dürfte ein Großteil des investierten Beitragsgeldes verloren gegangen sein. Ein Anwalt spricht in einem Schreiben davon, dass 96 Prozent der Summen sich wohl „in Luft aufgelöst“ hätten. Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR konnten insgesamt 17 Krankenka...